Ihr

Ihr

Ihr, die ihr über andere herrschen wollt, ohne Recht und ohne Kenntnis, euch sei gesagt: ihr seid nackt. Ihr, die ihr euch gebärdet als wärt ihr die Handlanger des Volks, ihr sollt wissen: dem Pöbel lauft ihr voran. Ihr, die die großen Worte im Munde führt und ihren Sinn pervertiert, ihr werdet erfahren: das Wort ist mächtiger als ihr. Ihr könnt es verfolgen, ächten, zwingen gar; tilgen könnt ihr es nicht. Ihr, denen der Ruhm so wichtig ist, seid gewiss: nichts wird von euch bleiben, bloß der Hass, den ihr sät. Die Kunst aber wird ihn zu zähmen wissen. Ihr fürchtet sie mit Recht.

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