Kammerton

Kammerton

Ja, sagst du, nickst, schaust zur Tür. Dein Lächeln misslingt dir. Ich zögere, neige den Kopf, höre auf zu erzählen. Ein paar Sätze bloß, denke ich mir. Ein paar Sätze von Dingen, die mir wichtig sind. Sie langweilen dich. Ich senke den Blick, atme leise, atme tief, hebe ihn wieder, sehe dich an. Dein Gesicht ist so vertraut nach all den Jahren. Dies Lächeln hängt dir falsch darin. Ja, sage ich, schweige wieder. Du fährst dir durchs Haar, streckst den Rücken. Willst etwas sagen, lässt es sein. Ich spüre deine Scheu, das Gespräch an dich zu reißen. Lange hattest du erzählt, ich hatte zugehört, gefragt. Ja, sagst du, nickst, berührst meinen Arm. Unsere Blicke treffen einander, beide lächeln wir scheu. Das Schweigen wirkt wie Medizin.

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