Mehr Sein
- Februar 25, 2025
- by
- Violetta Parisini
die Welt dreht sich weiter
und ich sitz still
an mir vorbei Schnee, Regen, die Blumen und der Sommer
die Leute reden
ich sitz still
hab nichts zu sagen
nichts was ich will
meine Kleinheit beruhigt mich
meine Kraft macht Angst
ich versuch zu sehen, dass das was ich tu auch gut und wichtig ist
doch das
hält nicht lange an
ich glaub grad gar nichts
weiß nicht woran
ich kann nicht mehr
ich kann nicht mehr
ich kann nicht mehr
mehr sein
als ich bin
ich kann nicht mehr
ich kann nicht mehr
ich kann nicht mehr...
Efficace
- Februar 18, 2025
- by
- Marcus Hammerschmitt
Im durchfeuchteten Februar fliegst du über die Wiesen und hast eigentlich schon gewonnen. Auch wenn das Ziel der zerstörte Bahnhof einer kleinen Stadt im Nieselregen ist. Immerhin liegt die wirklich am Meer, was es zu verifizieren galt. Der Durchstich vom Bahnhof zum Strand ist nur ein paar Schritte lang, aber zuerst nimmst du den Umweg...
Absonderlichkeiten am Wegrand
- Februar 11, 2025
- by
- Alice Grünfelder
Asphaltbänder zwischen Naturstein
Rollläden splittern
ein Haus mit fünffarbigen Fenstern
wie ein Gesicht
die Fenster könnten
wenn sie wollten
etwas erzählen
von Menschen
hätten die Menschen sich verabschieden können
hätten sie noch Arbeit gehabt
hätten sie nicht gehen müssen
damit Menschen anderswo Arbeit haben
für weniger als hier
seither wartet das Haus an der Kreuzung
Gewicht und Gnade der Schwerkraft
- Februar 04, 2025
- by
- Annette Hagemann
Nicht vorstellbar ist mir die Nachtruh im All, kann ich oft
doch nicht mal auf festverschraubten Betten schlafen:
Willigen die Körper der Astronauten überhaupt ein in
den Schlaf – ohne Kraft, die sie am Boden hält, dort oben,
wo es kein Unten gibt? Wo nichts an einem zieht, nichts
einen fasst, umarmt, wiegt und für...
Ich begriff nicht
- Januar 31, 2025
- by
- Manfred Lipp
Ich schrak auf, starrte ins Dunkel. Ich begriff nicht, wo ich war, sah nichts, hörte nur das Klappern eines Fensterladens, den Gesang einer Katze. In meiner Brust hockte eine Verlorenheit, die mir in die Seele schnitt. Ich zwang mich zur Ruhe, tat tiefe Atemzüge, erkannte, nach und nach, vertraute Konturen wieder. Ich entspannte mich, machte...





