Über mich

Gastbeiträge

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Ich wollte einige Jahre lang Indianer werden, Winnetou am liebsten, später Chemiker, dann Mathematiker. Künstler war ich schon immer – wer das Gegenteil behauptet, kann dennoch meine Freundin sein. Mit dem – freiwilligen – Schreiben angefangen habe ich am 4. Februar 1969, also im Alter von dreizehn Jahren. Es handelte sich um ein Tagebuch, hier ein Auszug: „… Marion Fritz und Klara Krassmann am Bach belauscht. Es befindet sich ein Kranbagger befindet sich am Bach. Habe Freude bei mein Laboratorium und Naturlehre … Mittags (12 Uhr) 4 Teller Graupeneintopf gegessen. Nachtisch: Apfelsienen.“ Erstaunlich, dass ich ein Romanautor werden konnte? Heute frage ich mich, ob mich das Schreiben glücklich gemacht hat. Es hat mich ein paar Mal gerettet, schon in der Kindheit, und glücklich wurde ich durch meine Frau und meine Zwillinge. Außerdem: Je mehr ich schrieb, desto weniger Geld verdiente ich, und ich habe viele Jahre sehr wenig verdient. Schließlich: Ich habe meinem Bruder mehr zu verdanken als dem Schreiben und wenn ich schrieb war das manchmal, als hätte ich mich auf eine Rose gesetzt, anstatt sie anzuschauen.

Hans-Gerd Pyka, geboren 1955, schreibt, zeichnet, filmt.
Aufgewachsen ist er in Salzgitter-Lebenstedt, glücklich geworden in Berlin.
Auf die Frage, was ihm in seinem Leben am besten gelungen ist, antwortet er, ohne eine Mikrosekunde überlegen zu müssen:
Vater sein. Ehemann sein.
Zuletzt erschienen: „Das blutende Modell“, Erzählung und Kurzgeschichten, Verlag Bartels & Bleil, Berlin 2022 und „Useks Turm“, Verlag Bartels & Bleil, Berlin 2022
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Die Text- und Bildrechte dieses Beitrags liegen bei Hans-Gerd Pyka.

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