Agora

Athen

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In der Stille der Mittagsstunde, dass wir zum Hephaistos-Tempel stiegen, seine Anmut bestaunten. Grenzenlos, scheinbar, der Himmel, der sich über den Giebeln spannte, hartes Licht über die Säulen goss. Zweimal, dass ich den Tempel umrundete, Schritt um Schritt setzte wie einer, der die Vergänglichkeit der Welt begreift, allmählich. Dann nickten wir einander zu, gingen wortlos, wohl hundert Schritte weit, fanden einen Rastplatz im Schatten jener mächtigen Pinie, wo wir den Moment genossen, auf die Säulenreste schauten, die aus Gestrüpp und hohem Gras ragten. Nach einer Weile ein Laut, der mich den Kopf wenden ließ, aus Neugier. War da ein Kater, der aus dem Dickicht trat, selbstbewusst, einäugig, der uns bald um die Beine strich, schnurrend, bevor er die Ohren spitzte, uns jäh vergaß, im hohen Gras verschwand. Wir aber blieben, eine ganze Weile noch, sahen eine Schildkröte den Weg queren, eine Eidechse, die sich auf einem Mauerrest sonnte.

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