Piräus

Athen

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War da das Boot, vor dem ich stand, an diesem Kai, der abseits lag. Seine offene Landeklappe, auf die ich trat, einen Schritt bloß, schien mir ein Lockruf der Weite des Meers. Voll Neugier sah ich mich um, suchte den Namen des Zielhafens, fand ihn nicht. Stand also, rat- und tatenlos, ohne Fährticket, dachte an Küsten, die ich nie sehen würde, an Inseln, deren Namen mir fremd waren, fremd blieben. Spät, dass ich das Mofa bemerkte, das über den Kai schlich, neben mir hielt. Wohin das Schiff führe, fragte der Fahrer, deutete auf ein Paket, das auf dem Gepäckträger lag. Ich wüsste es nicht, sagte ich, hob die Schultern, neigte den Kopf. Der Mann – war er aus Indien? aus Bangladesch? aus Pakistan vielleicht? – nickte, schwieg. Eine Weile, dass wir auf die Fähre schauten, die Sonne genossen und die Ruhe des Augenblicks, bis einer aus den Schatten trat, die unter den Bäumen hingen, die Straße querte, uns fragte, ob wir Hilfe bräuchten.

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