Bleiben. Dürfen.

Bleiben. Dürfen.

Kroch die Fliege also doch ins Bierglas. Eine ganze Weile hatte sie die Lage sondiert, war um das Glas geflogen, auf der Tischplatte spaziert. Breuer hatte sie nicht verscheucht. Ohnehin, dass das Glas leer war, beinahe. Verblieben nur ein Schluck, der, lauwarm geworden durch die Tatenlosigkeit der letzten Stunde, Breuer das Recht gab, nicht nach...

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Angst

Angst

Immer wieder gibt es Zeiten, in denen ich sie vergesse, dann schlendere ich unbeschwert durch den Tag und sie schleicht sich an, sie muss gar nichts sagen, dieses Schleichen genügt, die Nähe, ihr Atem vielleicht. Ich verstehe sofort genau was sie sagt, ich verstehe diese Behauptung, dass es nicht mein Leben ist, dass alles, was...

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Irrlichter

Irrlichter

Es wird schneien, sagte der Bettler zum Mädchen und zeigte auf den Mond, der matt am Himmel hing. Sarah, die nicht wusste, was der Mond mit dem Wetter zu schaffen hatte, legte die Stirn in Falten und nickte. Sie sah nach ihrer Mutter, die, ein Stück die Straße hinunter, mit einer Freundin sprach. Wie hell...

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o.t.

o.t.

sie sitzen am nebentisch und es ist ein leises sprechen, zuerst wenig, wir sitzen nah aneinander, dann ein etwas freizügigeres miteinander reden, jeder auf seinem tisch, doch wenige, fast gar keine blicke, einmal einer, ein verhaltener, kurz, und ein weiterer, sprechen im eigenen kreis, ein vergnügtsein breitet sich aus, ob der höflichen rücksichtnahme des einander...

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Brachland

Brachland

Fand sich am Wegrand ein steinernes Kreuz. Am Morgen, dass der Pflug darauf stieß, zur Mittagsstunde dann, dass die Menschen sich sammelten, die Zeichen besahen, die, von Flechten umrankt, auf dem Querbalken standen. Älter als die Zeit sei es, sagten die Narren und die Weisen, deuteten auf die Symbole, hoben den Finger, neigten den Kopf....

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