Immer drei

Immer drei

Hör mir zu, sagtest du, nahmst meine Hand in deine. Damals, als deine Stimme schon schwach war, dein Atem laut, dein Lebensfaden kurz. Stumm, dass ich an deinem Bett saß und deine knochige Hand hielt. Drei, sagtest du. Drei, die da sind, wohin du auch gehst. Einer, der dich nicht bemerkt. Einer, der dir nicht...

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mit unsichtbarem Huipil

mit unsichtbarem Huipil

aus der Haut fahren
erstens
und zweitens
gehäutet aus der Welt
und drittens
ins Off geatmet
vor mir und jedem

viertens
mit Blut den Apfel spritzen
gegen Gottvaters Leistungsträgerleistungsbegriff
und
Adam, dem Intriganten
vor aller Augen
den raschelnden Weizen abschneiden

zum Erntefest den Schlangen die Adler vorstellen
Melonenflaggen hissen
zum Abschied alle alles fressen

und jetzt später im...

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(Ohn)Macht

(Ohn)Macht

Endlich, dass er ein wenig Schlaf fand in der Dunkelheit der kleinen Stunden, bevor er in die Schlucht eines unruhigen Traums fiel. Makellos weiß war die Wand, vor der er sich sah, die ihm, turmhoch, den Weg versperrte, die Flucht verbot. In seinem Rücken, nah, ein metallischer Laut, schrill, bedrohlich. Er hatte nichts Menschliches an...

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Gewölk

Gewölk

Der fragliche Augenblick war kein guter, die Sonne schien giftig, die Luft stand fadblau im Tag. Zuerst war da nur einer. Ratschte rau und kehlig. Ein zweiter flog herbei, krakeelte mit. Noch einer und wieder einer. Am Ende wusste man nicht zu sagen, wie viele da hockten, sich heiser krächzten und ins Wort fielen, Recht...

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Pnyx

Pnyx

An einem Samstag im April, dass wir auf den Stufen saßen, die ein Steinmetz schlug vor zweitausendfünfhundert Jahren, der Flugbahn einer Elster folgten, auf die Akropolis sahen. Aus der Ferne, von Monastiraki her, das Rauschen des Abendverkehrs, der Schlag einer Glocke, der wütende Laut eines heulenden Motors. Wind kam auf, mit einem Mal, schob den...

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