Sprich doch

Sprich doch

Sprich doch, Mutter! Öffne die Augen und rede. Du aber schweigst, liegst im Krankenbett, reglos, musst deine Stummheit dulden. Ob du weißt, wie es um dich steht? Ob du leidest?

Sprecht mit ihr, sagen sie, und wir nicken. Als ob es einfach wäre. Was sagt man zu einer, die nicht aus dem Dunkel findet? Welche Worte mutet man ihr zu? Was kann man selbst ertragen?

Ich schweige.
Strecke meine Hand nach dir.
Berühre deine Stirn.
Schließe die Augen.
Begreife:
Die Zeit, Mutter, heilt nun nicht.
Sie trennt.

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