Der buddhistischen Philosophie den Boden unter den Füßen wegziehen

Der buddhistischen Philosophie den Boden unter den Füßen wegziehen

Was wäre, wenn das Spiegelbild
(die Freikirche und das blassrosa
Neonschild auf dem Hotel Holt)
verzerrt und auseinandergerissen
(auf der Oberfläche des Teichs
an einem windigen Herbsttag)
sich schließlich als interessanter entpuppte
als das stille,...

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Ein Leben

Ein Leben

Johann Bretschneider war achtzehn, als er sein Bajonett in den Rumpf eines russischen Soldaten stieß. Er wusste, dass er keine Wahl hatte, wollte er überleben, diesen Tag, diese Stunde; diesen verdammten Krieg, den er nicht als den seinen begreifen konnte. Er schloss die Augen, als er das Gewehr mit einer raschen Bewegung nach links riss,...

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Ohne Erinnerung

Ohne Erinnerung

Sein Weg hatte im Winter begonnen. Und als der Schnee schmolz, die Tulpen blühten und Eltern bunte Eier für die Kinder versteckten, war der Mann ohne Erinnerung immer noch unterwegs. Er ging, lief, schlenderte, pausierte auch, verlor sich aber immer wieder in universalen Betrachtungen. Er sah sich um, er hörte sich um. Eine Uhr hatte...

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Vergína

Vergína

Griechenland hat er geeint, die Macht Thebens gebrochen, auch jene des stolzen Athens; die Welt der Polis ist nicht mehr. Friede könnte nun sein, ein dekretierter, erzwungener, echter; doch Friede, er ist nicht sein Geschäft. Schon sammelt sich das Heer zum Feldzug gegen Persien, stehen Truppen am Hellespont, ziehen dunkle Wolken auf im Osten. Allein,...

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Januarwinken

Januarwinken

Traurig und verschmitzt war der letzte Abschied vom Onkel,
dem Altertumsexperten, der im Jemen den Straßenjungs ihre
(tags zuvor getöpferten) antiken Scherben abkaufte – jede
einzelne, die ihm angetragen wurde, bezahlte er: Die Jungs
der Gegenwart freuten sich, und er grub die Scherben
andernorts in die Erde, als Rätsel für zukünftige Archäologen.

Als Händels „Nie war...

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